Bier
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- Die Bierherstellung
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Die Biersorten
Je nach Fermentierungsmethode lassen sich die Biere in drei Sorten aufteilen:
Die Niedriggärigen, - nach der neuesten Methode aus dem Jahr 1840, wie etwa das Pils oder helle Bier. Weltweit werden die Biere zu rund 90% nach dieser Methode gebraut. Beim Pils handelt es sich um ein klares, goldgelbes und leichtes Bier. Es schmeckt erfrischend, bitter und leicht nach Hopfen.
Die Obergärigen, nach der ältesten und traditionellen Methode und Grundlage für viele unterschiedliche Biere. Vor allem die bernsteinfarbenen Biere oder «belge Spéciale». Es handelt sich um Biere, die ursprünglich dieselbe Dichte und denselben Alkoholgehalt wie ein Pils-Bier besitzen. Ihre bernsteinfarbene Farbe erhalten sie durch die Verwendung eines karamellisierten oder gefärbten Malzes. Ihr Alkoholgehalt ist derzeit etwas höher, und sie werden als typische Trinkbiere betrachtet.
Ein Weißbier ist ungefiltert und trübe. Neben dem Gerstenmalz verwendet man bei der Herstellung auch ungemälzten Weizen und zuweilen Hafer. Überdies fügt man beim Kochvorgang Koriander und Apfelsinenschalen hinzu, um ihm seinen charakteristischen und erfrischenden Geschmack zu geben.
Die Trappisten sind Trappistenbiere. Sie stammen aus einer Abtei, die durch den entsprechenden Eigennamen geschützt sind, der dem Orden der Zisterzienser gehört. Dieser Schutz verpflichtet zur Einhaltung bestimmter Regeln, wie etwa dass sie unter Kontrolle der Trappistenmönche innerhalb ihrer Abtei gebraut werden. Es gibt unterschiedliche Sorten: helle, doppelte, dunkle, dreifache. Jede der drei Abteien braut nach einem eigenen Rezept.
Die anderen Abteibiere dagegen beruhen auf Lizenzen an weltliche Brauer, deren Warenzeichen auf eine bestehende oder ehemalige Abtei verweist. Es gibt verschiedene Abteibiere: die hellen Biere, die sich durch ein süßliches und leichtes Malzaroma, einen neutralen oder leicht süßen Geschmack und einen häufig sehr bitteren Nachgeschmack auszeichnen. Die doppelten oder dunklen Biere werden so bezeichnet, weil der Brauer mehr Malz verwendet hat. Heute sind sie dunkler und haben einen süßlichen, manchmal zuckrigen Geschmack und einen bitteren Nachgeschmack. Schließlich die Dreifachen, bei denen der Brauer noch mehr Malz verwendet und die dreifach gegärt werden, ein letztes Mal bei der Nachgärung in der Flasche.
Die starken Hellen sind häufig klare Biere, die gewöhnlich mit viel Schaum serviert werden. Sie werden dreifach fermentiert und mit aromatischem Malz hergestellt.
Bei den Saisonbieren, typisch für Wallonie, Hennegau und vor allem wallonisch Brabant, handelt es sich um prickelnde und fruchtige Sommerbiere. Sie werden mit rohem Hopfen versetzt und manchmal in der Flasche nachgegärt.
Die speziellen und regionalen Biere sind die Illustration für Kreativität und Know-how unserer Braumeister. Sie sind alle verschieden und werden durch ihre Herstellungsweise sowie die Produkte gekennzeichnet, aus denen sie bestehen (Dinkel, Honig, Sirop de Liège, Senf, …).
Der Scotch, angelsächsischer Herkunft ist im Lauf der Jahre zu einer Spezialität von wallonisch Brabant und des Hennegaus avanciert. Er zeichnet sich durch seinen sehr malzigen Charakter und einen leichten Rauchgeschmack aus. Sein zuckriger Geschmack ist auf den Zusatz von Kandiszucker zurückzuführen.
Die spontane Fermentierung: Die für die Brüsseler Region charakteristische spontane Fermentierung (Spontangärung) ergibt das Lambic, ein flaches Bier ohne Krone. Es ist das Ergebnis der spontanen Fermentierung, die den spezifischen Hefen des Senne-Tals zu verdanken ist. Das in Fässern aus unterschiedlichen Hölzern gelagerte Bier ist in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich.
Das Gueuze entsteht durch die provozierte Fermentierung mit Hilfe einer Mischung aus altem, nicht vollständig fermentiertem und jungem Lambic. Diese erneute Fermentierung ergibt ein prickelndes und saures Bier, den «Champagner des Biers».
Die fruchtigen Biere bestehen zu Beginn aus einer Mischung aus Obst (Kirschen beim Kriek) und Lambic. Das traditionelle Kriek entsteht aus einer Mischung aus 50 kg Kirschen auf etwa 250 Liter Lambic. Diese Mischung reift 6 Monate lang im Fass und ergibt ein Bier mit fruchtigem, aber nicht süßem Geschmack. Bei seiner industriellen Herstellung greift man auf Obstsäfte und -extrakte zurück. Das Ergebnis ist ein Bier mit Fruchtgeschmack, das süßer ist.
Beim Faro dagegen handelt es sich um ein saures Lambic, dem man Kandiszucker (manchmal Karamell oder Sirup) beigegeben hat, damit es süßer schmeckt.


